Glossar

Wiesbadener Modell

Unter dem Wiesbadener Modell bezeichnet man die Gestaltung der Aufspaltung eines Unternehmens in ein Besitzunternehmen und ein Betriebsunternehmen unter Vermeidung der steuerlichen Konsequenzen der Betriebsaufspaltung und zwar dadurch, dass sich die zu verpachtende Betriebsgrundlage (in der Regel eine Immobilie) im Eigentum des einen Ehegatten befindet, während der andere Ehegatte das Betriebsunternehmen inne hat.

Gemäß der Rechtsprechung (BFH v. 30. Juli 1985 - BStBl. 1986 II S.359 und vom 9. September 1986 - BStBl. 1987 II S.28) liegt damit keine personelle Verflechtung vor.

Derjenige Ehegatte, der die Betriebsgrundlage beherrscht, erzielt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung im Privatvermögen und unterliegt damit nicht der Gewerbesteuer während der andere Ehegatte mit dem Betriebsunternehmen betriebliche Einkünfte erzielt.