Glossar

Reverse-Charge-Verfahren

Das Reverse-Charge-Verfahren bezeichnet die Verlagerung der Umsatzsteuerschuld vom leistenden Unternehmer auf den unternehmerischen Leistungsempfänger bzw. die die Leistung empfangende juristische Person.

Beim Leistungsempfänger (Auftraggeber) fallen Steuerschuld und Vorsteuerabzug zusammen und saldieren sich direkt.

Ziel dieses Ansatzes ist in erster Linie die Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs. Bei "grenzüberschreitenden" Umsätzen führt das Reverse-Charge-Verfahren aber auch zu administrativen Erleichterungen für die am Umsatz beteiligten Parteien.

Nach § 13b UStG schuldet der Leistungsempfänger (Auftraggeber) die Umsatzsteuer (= Reverse-Charge-Verfahren) für folgende im Inland steuerpflichtige Umsätze:

Mit dem Gesetz zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften vom 8. April 2010 (BGBl. I S. 386) wurde der Anwendungsbereich der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei der Umsatzsteuer auf den Handel mit CO2-Emissionszertifikaten an Unternehmer erweitert.