FAQ

Absetzbarkeit - Sind Steuerberatungskosten absetzbar?

Steuerberatungskosten dürfen größtenteils in der Steuererklärung unbegrenzt als Betriebsausgaben oder Werbungskosten angesetzt werden.

Dadurch fließt ein Teil des Steuerberaterhonorars (abhängig von dem Steuersatz und/oder der Progression) durch die Steuerersparnis wieder zurück.

Ausgenommen hiervor sind die Kosten für die Einkommensteuererklärung, welche nach der derzeitigen Gesetzeslage nicht mehr absetzbar sein sollen. Allerdings ist in dieser Frage noch das abschließende Urteil abzuwarten.

Auslagen - Wie hoch dürfen die Auslagen sein?

Zu dem Anspruch auf Auslagenersatz gemäß § 670 BGB darf vom Steuerberater auch nach §§ 15 ff. StBVV Auslagenersatz angesetzt werden.

Als Auslagenersatz dürfen die tatsächlich entstandenen Kosten oder an deren Stelle bei Entgelten für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen 20 % der sich nach der StBVV ergebenen Gebühren, in derselben Angelegenheit jedoch höchstens 20 Euro, berechnet werden.

Die Auslagen beziehen sich auf die einzelnen Angelegenheiten jedoch nicht auf den Auftrag bzw. eine ganze Gebührenrechnung.

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Belegsortierung - Wie soll ich meine laufenden Unterlagen ordnen?

Bilanzierung/buchführungspflichtig:

  1. Kasse/Kassenbuch mit den entsprechenden Einzelbelegen
  2. Bank(en) mit den entsprechenden Einzelbelegen
  3. Rechnungeingang mit offenen Rechnungen
  4. Rechnungsausgang mit offenen Rechnungen
  5. Sonstiges

- jeweils chronologisch nach Datum geordnet -

Einnahmen-Überschuss-Rechner,
Vermietung u. Verpachtung, Kapitalvermögen:

  1. Kasse/Kassenbuch mit den entsprechenden Einzelbelegen
  2. Bank(en) mit den entsprechenden Einzelbelegen
  3. Rechnungeingang ohne offene Rechnungen
  4. Rechnungsausgang ohne offene Rechnungen
  5. Sonstiges

- jeweils chronologisch nach Datum geordnet -

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Belegverwaltung online - Wie funktioniert das?

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Bewirtungskosten - Wie ist der Beleg auszufüllen?

Tag der Bewirtung: Angabe des Datums; auch Bewirtungen am Wochenende können betrieblich veranlasst sein

Anlass der Bewirtung: Die Angabe muss konkret sein. Allgemeine Bezeichnungen wie "Kundenpflege", "Geschäftsessen" oder "Arbeitsessen" reichen nicht aus. Konkret sind z. B. Formulierungen wie: Aufbau einer Filiale, Abstimmung der Lieferbedingungen, Terminplanung für das Objekt XY, Besichtigung usw..

Höhe der Aufwendungen: Bei Bewirtungen, die nicht in einer Gaststätte stattgefunden haben, son­­dern in den eigenen Betriebsräumen, müssen Rechnungen über die Speisen und Getränke vorgelegt werden können.

Teilnehmer der Bewirtung: Es müssen die vollständigen Namen aller Teilnehmer an einer Bewirtung festgehalten werden, also auch des bewirtenden Unternehmers/Freiberuflers. Teilnehmer und Anlass müssen immer genannt werden, auch bei Journalisten, Rechtsanwälten und vergleichbaren Berufen, denen nach § 102 AO zum Schutz bestimmter Berufsgeheimnisse ein Auskunftsverweigerungsrecht zusteht. Die Angabe der Adressen ist nicht erforderlich. Der Unternehmer muss jedoch auf Verlangen des Finanzamts die Adressen (zumindest die Fir­­menadressen) benennen können.

Größere Gruppen: Bewirtet der Unternehmer eine größere Gruppe, wie z. B. bei Betriebsbesichtigungen und ähnlichen Anlässen, dann reicht es aus, wenn er die Personengruppe näher bezeichnet und die Zahl der Personen angibt.

Zeitnahe Aufzeichnung: Die erforderlichen Angaben müssen zeitnah bis zum Ablauf des ­Geschäftsjahres (Kalenderjahres) gemacht werden. Die Aufzeichnungen im Zuge einer Betriebsprüfung werden nicht anerkannt.

Kontrolle durch das Finanzamt: Wenn der Betriebsprüfer die Unterlagen kontrolliert, können die Angaben in der Regel nicht mehr nachgeholt werden.

Ausnahmen: Bei Kleinbetragsrechnungen bis 150 EUR (brutto) muss der Unternehmer nicht als Rechnungsadressat aufgeführt sein. Der Unternehmer kann seinen eigenen Namen als Teilnehmer der Bewirtung auch noch bei der Betriebsprüfung oder im Einspruchsverfahren nachtragen

Gaststättenrechnungen: müssen wegen des Vorsteuerabzugs die Voraussetzungen des § 14 Abs. 4 UStG erfüllen. Darüber hinaus müssen Restaurantrechnungen

  • maschinell ausgedruckt und registriert sein; das ist der Fall, wenn sich eine Registriernummer auf der Rechnung befindet,
  • den Namen und die Anschrift der Gaststätte ausweisen,
  • den Namen und die Anschrift des Unternehmers enthalten (diese Angaben dürfen handschriftlich oder durch Stempelaufdruck ergänzt werden, d. h., Name und Anschrift der Gaststätte und des bewirtenden Unternehmers müssen nicht durch die Registrierkasse ausgedruckt sein),
  • den Tag der Bewirtung angeben, der durch die Registrierkasse aufgedruckt werden muss (handschriftliche Ergänzung oder Stempel sind hier unzulässig),
  • den Verzehr (Speisen und Getränke) einzeln aufschlüsseln und bezeichnen (Sammelbezeichnungen reichen nicht aus).

Trinkgeld: Die muss auf der Rechnung stehen. Es kann allerdings auch vom Kellner handschriftlich auf der Rechnung oder auf einem gesonderten Beleg bestätigt werden. Bis zu 10 % des Rechnungsbetrags erkennt das Finanzamt auch als Eigenbeleg an.

Rechnung: Der Unternehmer braucht nur dann keinen Registrierkassenbeleg, wenn der Wirt zu einem späteren Zeitpunkt (nach der Bewirtung) eine Rechnung ausstellt, die der Unternehmer durch Scheck oder Überweisung begleicht. Der Unternehmer kann sich also Monatsrechnungen ausstellen lassen und damit den formellen Kleinkram umgehen.

Ausland: Bei Bewirtungen im Ausland gelten dieselben Regelungen. Besteht aber keine Möglichkeit, im Ausland eine detaillierte, maschinell erstellte und registrierte Rechnung zu erhalten, erkennt das Finanzamt auch die ausländische Rechnung an, wenn sie den Anforderungen nicht voll entspricht. Der Unternehmer muss gegenüber dem Finanzamt glaubhaft darlegen, warum er die Anforderungen nicht erfüllen kann.

Datenübernahme - Können Lohn- und Buchhaltungsdaten von meinem bisherigen Steuerberater übernommen werden?

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Fälligkeiten - Wann sind Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fällig?

Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer- und Kirchensteuer-Vorauszahlungen

  • jeweils am 10.03., 10.06., 10.09. und 10.12. des Jahres

Umsatzsteuer-Vorauszahlungen

  • Monatszahler: jeweils am 10. des Folgemonats, also 10.01., 10.02., 10.03., usw.
  • Vierteljahreszahler: jeweils am 10.01., 10.04., 10.07. und 10.10.
  • Jahreszahler: jeweils am 10.01. des Folgejahres
  • Dauerfristverlängerung um jeweils einen Monat möglich

einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer der Arbeitnehmer

  • Monatszahler: jeweils am 10. des Folgemonats, also 10.01., 10.02., 10.03., usw.
  • Vierteljahreszahler: jeweils am 10.01., 10.04., 10.07. und 10.10.

Gewerbesteuer-Vorauszahlungen

  • jeweils am 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. des Jahres

Grundsteuer-Vorauszahlungen

  • Normalfall: jeweils am 15.02., 15.05., 15.08, und 15.11.
  • Halbjahreszahler: jeweils am 15.02. und 15.08.
  • Jahreszahler: jeweils am 15.08.

Sozialversicherung

  • Seit dem 1. Januar 2008 sind die Beitragsnachweise spätestens zwei Arbeitstage vor Fälligkeit der Beiträge bei der Krankenkasse (Einzugsstelle) einzureichen. Die Beiträge zur Sozialversicherung sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag eines Monats fällig. Bis zu diesem Termin müssen die Beiträge auf dem Konto der Krankenkasse eingegangen sein.
  • Für die Bestimmung des drittletzten Bankarbeitstages kommt es auf den Sitz der Krankenkasse an, wenn einer der drei letzten Bankarbeitstage auf einen nicht bundeseinheitlichen Feiertag fällt.
  • Der 24.12. und 31.12. gelten nicht als bankübliche Arbeitstage.
Finanzgerichtskosten - Was kosten Verfahren vor Finanzgerichten?

In gerichtlichen Verfahren kommen die entsprechenden Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) sinngemäß zur Anwendung – §§ 45, 46 StBGebV.

Anders als beispielsweise bei Zivilgerichtsverfahren fallen jedoch grds. keine Kosten für die Gegenseite, also das Finanzamt, an.

Auch besteht bei Bedürftigkeit die Möglichkeit, einen Antrag auf Prozeßkostenhilfe (PKH) zu stellen.

Für ein Finanzgerichtsverfahren ist eine gesonderte Prozesvollmacht erforderlich.

Gegenstandswert - Wie berechnet sich der Gegenstandswert für Abschlüsse (Bilanzen, GuV, Anhang usw.)?

Der Gegenstandswert ist das Mittel zwischen der berichtigten Bilanzsumme und der betrieblichen Jahresleistung.

Die berichtigte Bilanzsumme ergibt sich aus der Summer der Posten der Aktivseite der Bilanz zuzüglich Privatentnahmen und offener Ausschüttungen, abzüglich Privateinlagen, Kapitalerhöhungen durch Einlagen und Wertberichtigungen.

Die betriebliche Jahresleistung umfasst Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge, Erträge aus Beteiligungen, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, andere aktivierte Eigenleistungen sowie außerordentliche Erträge.

Ist der betriebliche Jahresaufwand höher als die betriebliche Jahresleistung, so ist dieser der Berechnung des Gegenstandswerts zugrunde zu legen. Betrieblicher Jahresaufwand ist die Summe der Betriebsausgaben einschließlich der Abschreibungen.

Bei der Berechnung des Gegenstandswertes ist eine negative berichtigte Bilanzsumme als positiver Wert anzusetzen.

Übersteigen die betriebliche Jahresleistung oder der betriebliche Jahresaufwand das 5-fache der berichtigten Bilanzsumme, so bleibt der übersteigende Betrag bei der Ermittlung des Gegenstandswertes außer Ansatz.

Der Gegenstandswert besteht nur aus der berichtigten Bilanzsumme, wenn die betriebliche Jahresleistung geringer als 3.000 Euro ist.

Der Gegenstandswert besteht nur aus der betrieblichen Jahresleistung, wenn die berichtigte Bilanzsumme geringer als 3.000 Euro ist.

Mandant - Wie wird man Mandant?

Grundlage für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit ist das Vertrauensverhältnis zwischen Mandant und Berater, weshalb zu Beginn immer ein Gespräch stattfindet, dies auch um zu prüfen, ob "die Chemie" stimmt.

In einem solchen Gespräch wird auch die Frage der Kosten angesprochen und darüber ggf. eine Vereinbarung getroffen. Ansonsten gilt die gesetzliche Steuerberatergebührenverordnung.

Um für Sie, als unseren neuen Mandanten, gegenüber der Finanzverwaltung auftreten zu können, benötigen wir sodann von Ihnen eine schriftliche Vollmacht. Unsere Vollmacht beinhaltet zudem eine Postzustellungsvollmacht, auf Grund derer die Finanzantverwaltung direkt mit uns korrespondiert. Ausgenommen davon sind beispielsweise die Grundsteuer, die Kfz-Steuer sowie die Korrespondenz in Vollstreckungsangelegenheiten.

Mittelvergütung (bis 2012 Mittelgebühr) - Was versteht man darunter?

Die Mittelvergütung ist die mittlere Vergütung innerhalb eines Rahmens. Sie berechnet sich einfach durch Addition der Mindest- und Höchstvergütung, geteilt durch 2.

Die Mittelvergütung wird grundsätzlich dann erhoben, wenn eine Angelegenheit von durchschnittlichem Gewicht, Umfang und Schwierigkeitsgrad vorliegt und der Auftraggeber sich in normalen Einkommens- und Vermögensverhältnissen befindet.

Beispielsweise beträgt die Mittelvergütung bei der:- Anfertigen Einkommensteuererklärung § 24 Abs. 1 Nr. 1 StBVV: 3,5/10

  • Erstellung Gewerbesteuererklärung Ertrag § 24 Abs. 1 Nr. 5a StBVV: 3,5/10;
  • Anfertigen Umsatzsteuererklärung § 24 Abs. 1 Nr. 8 StBVV: 4,5/10;
  • Erstellung Körperschaftsteuererklärung gem. § 24 Abs. 1 Nr. 3 StBVV: 5/10;
  • Ermittlung Einnahme-Überschuss-Rechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) § 25 StBVV: 12,5/10;
  • Erledigung Buchführung § 33 Abs. 1 StBVV: 7/10;
  • Erstellung Jahresabschluss § 35 Abs. 1 Nr. 1 a StBVV: 25/10;

Bei durchschnittlichem Umfang und durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad hat sich die durchschnittliche Wertgebühr – nämliche die mittlere Vergütung – als angemessen erwiesen. Daher wird in unserer Kanzlei auch grundsätzlich entsprechend abgerechnet.

Die Mittelvergütung wird durch die Rechtsprechung als Richtsatz angesehen.

Pauschalvereinbarungen - Was sind Pauschalhonorarvereinbarungen?

Diese dienen zur Erleichterung von Abrechnungsverfahren bei wiederkehrende Tätigkeiten und werden in der StBVV im § 14 zugelassen. Sie sind nur wirksam, wenn sie schriftlich festgelegt werden und mindestens für die Dauer eines Jahres gelten.

Die Pauschalvereinbarungen müssen nach § 14 Abs. 3 StBVV in einem angemessen Verhältnis zur Leistung des Steuerberaters stehen.

Die Vereinbarung eines Pauschalhonorars ist nach § 14 Abs. 2 StBVV in folgenden Fällen ausgeschlossen:

bei nicht mindestens jährlich wiederkehrenden Steuererklärungen

  1. die Anfertigung nicht mindestens jährlich wiederkehrender Steuererklärungen;
  2. die Ausarbeitungen von schriftlichen Gutachten (§ 22 StBVV);
  3. die in § 23 StBVV genannten Tätigkeiten (Sonstige Einzeltätigkeiten wie Berichtigung einer Erklärung und Anträge);
  4. die Teilnahme an Prüfungen (§ 29 StbVV);
  5. die Beratung und Vertretungen in außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren (§ 29 StBVV); im Verwaltungsvollstreckungsverfahren (§ 44 StBVV) und in gerichtlichen und anderen Verfahren (§ 45 StBVV);
Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) - Grundlagen

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) haben Steuerberater wie andere Dienstleister auch einen Anspruch auf eine übliche Vergütung für die von ihnen erbrachten Leistungen.

Um die Bestimmung der üblichen Vergütung zu vereinfachen und auch für Verbraucher transparent zu gestalten, hat das Bundesministerium der Finanzen auf Grundlage des § 64 Abs. 1 S. 1 StBerG am 17. Dezember 1981 (BGBl I 1981, 1442) die Vergütungsverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften (Steuerberatergevergütungverordnung – StBVV) erlassen, die am 1.April 1982 in Kraft trat und zuletzt durch Art. 5 der Verordnung vom 11. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2637) geändert wurde.

Für Tätigkeiten im Sinne des § 33 StBVV, also insbesondere das Führen der Buchhaltung, das Erstellen von Bilanzen und Jahresabschlüssen, die Ermittlung der Einkünfte und das Erstellen von Steuererklärungen, sind Steuerberater gemäß § 64 Abs. 1 S. 1 StBerG auch an die Steuerberatervergütungsverordnung gebunden. Dies gilt nicht für den Bereich der so genannten vereinbaren Tätigkeiten im Sinne des § 57 Abs. 3 StBerG. Daher richtet sich die Vergütung des Steuerberaters nach den allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen, wenn der Steuerberater zum Beispiel betriebswirtschaftliche Beratungen erbringt oder als Treuhänder, Liquidator oder Insolvenzverwalter tätig wird.

In den §§ 1 bis 14 StBVV sind allgemeine Regeln über die Anwendbarkeit der Steuerberatervergütungsverordnung, die Vergütungs- und Pauschalvereinbarung, den Vorschuss, die Fälligkeit und den notwendigen Inhalt einer Rechnung sowie die Bestimmung der Vergütungim Einzelfall und die Zeitgebühr enthalten.

Steuerberatungskosten - Wann wird die Vergütung für den Steuerberater fällig?

Gemäß § 7 StBVV wird die Vergütung fällig, sobald der Auftrag erledigt bzw. die Angelegenheit beendet wurde.

Für das Einfordern der Vergütung ist die Aufstellung einer Berechnung gem. § 9 StBVV notwendig.

Eine Vergütung gem. § 9 Abs. 2 StBVV kann durch den Steuerberater nur verlangt werden, wenn in der Aufstellung die Rechnungsbeträge für die einzelnen Vergütungen bzw. Auslagen, die Vorschüsse sowie ein Verweis auf die verwendeten Vorschriften bzw. bei Wertgebühren zudem die Gegenstandswerte angegeben sind. Der Steuerberater darf jedoch gem. § 9 Abs. 2 StBVV auch nachträglich eine nicht ordnungsgemäße Abrechnung berichtigen oder nachreichen, solange der Steuerberater zur Aufbewahrung der Handakten verpflichtet ist

Steuerberatungsvertrag - Was ist zu tun, wenn mit dem alten Steuerberater noch ein Vertrag besteht?

Steuerberatung ist Vertrauenssache, weshalb ein Steuerberatungsvertrag in der Regel ohne Angabe von Gründen wegen Wegfall des Vertrauens fristlos gekündigt werden kann. Dabei ist es wichtig, dass die Kündigung eben nicht fristgerecht sondern fristlso erfolgt, denn ansonsten kann der Steuerberatungsvertrag lediglich fristgerecht beendet werden.

Die Vollmacht gegenüber der Finanzverwaltung wie auch die Postzustellungsvollmacht kann jederzeit widerrufen werden.

Verschwiegenheit - Wie verschwiegen ist mein Steuerberater und wie sicher sind meine Daten?

Die berufsrechtliche Pflicht zur Verschwiegenheit ist für unsere Kanzlei von zentraler Bedeutung.

Sie erstreckt sich auf alles, was uns hinsichtlich der Verhältnisse unserer Mandanten in Ausübung des Berufs oder bei Gelegenheit der Berufstätigkeit anvertraut oder bekannt geworden ist.

Geschützt sind auch solche Tatsachen, die anlässlich einer mit dem Beruf vereinbaren Tätigkeit uns zur Kenntnis gelangt sind sowie solche Tatsachen, die keine unmittelbare Verbindung zur Berufstätigkeit haben, z.B. die privaten Verhältnisse unserer Mandanten.

Wegen der herausragenden Bedeutung der Verschwiegenheit vermeiden wir bereits jeden Anschein einer Verletzung.

Unsere Pflicht zur Verschwiegenheit endet nicht mit dem Mandat, sondern besteht auch nach Beendigung des Auftragsverhältnisses zeitlich unbeschränkt fort. Dies gilt auch für die Fälle des Todes eines Mandanten.

Um sicherzustellen, dass jene Mitarbeiter, die nicht selbst Berufsangehörige sind, Vertraulichkeit üben, wurden unsere Mitarbeiter ebenfalls zur Verschwiegenheit zu verpflichtet. Durch diese vertragliche Verpflichtung zur Verschwiegenheit wurden unsere Mitarbeiter hinsichtlich des beruflichen Auskunfts- und Zeugnisverweigerungsrechts den Steuerberatern gleichgestellt. Die Verletzung der Verschwiegenheitspflicht ist gem. § 203 Abs. 3 StGB auch für unsere Mitarbeiter strafbar. Die Verpflichtung wurde im Vorhinein zusammen mit dem Anstellungsvertrag schriftlich vorgenommen und erstreckt sich auf alle einschlägigen Vorschriften.

Unsere Gehilfen, deren Tätigkeit nicht notwendigerweise mit der Teilhabe an dem Geheimnis verbunden ist, wie z.B. das Reinigungspersonal, fallen zwar grds. nicht unter den § 62 StBerG und damit auch nicht unter die Bestimmungen des § 203 Abs. 3 StGB bzw. § 53a StPO. Nach BDSG sind jedoch alle unsere Beschäftigten auf das Datengeheimnis verpflichtet worden.

Der Begriff des Beschäftigten ist wegen des Schutzzweckes weit zu ziehen, so dass hierunter nicht nur das Fachpersonal, sondern alle Beschäftigten unserer Kanzlei verstanden werden, bei denen durch die Möglichkeit der Einsichtnahme in die Daten die Gefahr der unbefugten Weitergabe besteht.

Beim Einsatz von Fremdunternehmen, wie z.B. DV-Wartungsfirmen, Leiharbeitnehmern, Aktenvernichtungs-, Reparatur-, Reinigungs- oder privaten Briefdiensten haben wir mit den Fremdunternehmen vereinbart, dass dieses seine bei ihm tätigen Personen auf das Datengeheimnis des BDSG verpflichtet. Bei der Beauftragung von Fremdfirmen zur Durchführung von Wartungsarbeiten an den DV-Geräten der Steuerberaterpraxis kommt zusätzlich § 11 BDSG zur Anwendung, wenn ein Zugriff auf personenbezogene Daten nicht ausgeschlossen werden kann.

Es ist Kanzleiphilosophie, dass unsere Datenbestände ausschließlich im Hause vorgehalten werden.

Nicht mehr benötigte Aktenbestände werden von externen Dienstleistern nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) gem. DIN 66399 und DIN EN 15713 sicher vernichtet. Das gilt auch für Druckerzeugnisse.

Vorschuss - Darf der Steuerberater einen Vorschuss für das Steuerberaterhonorar verlangen?

Ja, für schon entstandene oder voraussichtlich noch anfallende Gebühren oder Auslagen darf der Steuerberater Vorschuss gem. § 8 StBVV einfordern.

Der Vorschuss stellt somit ein Sicherungsmittel für den Steuerberater dar, von dem meistens dann Gebrauch gemacht wird, wenn dieses wegen der Entwicklung der finanziellen Situation des Mandanten notwendig erscheint. Für die Anforderung eines Vorschusses bedarf es keiner besonderen Form.

Bei Nichtzahlung darf der Steuerberater seine Tätigkeiten für den Auftraggeber bis zur Erbringung des angeforderten Vorschusses zurückstellen.