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Umsatzsteuer Wiederverkäufer: Hinweis auf Differenzbesteuerung in der Rechnung entbehrlich (FG)

am 24.10.2014 12:00 Uhr von Carsten Henske

Die Anwendung der Differenzbesteuerung ist auch dann möglich, wenn in den Rechnungen nicht auf die Anwendung des § 25a UStG hingewiesen wurde.

Hintergrund

Für die Lieferungen von beweglichen körperlichen Gegenständen gilt die Differenzbesteuerung, wenn der Unternehmer ein Wiederverkäufer ist, der gewerbsmäßig mit beweglichen körperlichen Gegenständen handelt und für diese Lieferung entweder die Umsatzsteuer nicht geschuldet, nach § 19 Abs. 1 nicht erhoben oder die Differenzbesteuerung vorgenommen wurde (§ 25a UStG).

Sachverhalt: Die Beteiligten streiten über das Vorliegen der Voraussetzungen für die Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG im Jahr 2006.

Hierzu führte das Gericht weiter aus:

Anmerkung: Mit dem Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz wurden die Regelungen zu den Pflichtangaben in Rechnungen auch im Zusammenhang mit Differenzbesteuerungen angepasst. Wird nunmehr im Rahmen der Differenzbesteuerung abgerechnet, muss die Rechnung entweder den Hinweis "Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung", "Kunstgegenstände/Sonderregelung“ oder "Sammlungsstücke und Antiquitäten/Sonderregelung" enthalten. Anstelle der deutschen Begriffe können jedoch auch Formulierungen verwendet werden, die in anderen Amtssprachen verwendet werden (s. hierzu BMF, Schreiben v. 25.10.2013, BStBl 2013 I S. 1305).

Fundstelle(n):

FG Düsseldorf, Urteil v. 23.5.2014 - 1 K 2537/12 U, AO; Revision nicht zugelassen

Kategorien: Rechnungswesen, Umsatzsteuer, Mobilität