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Maklergebühr für Reservierung einer Immobilie ist unzulässig (LG)

am 08.12.2016 12:00 Uhr | Ansprechpartner Carsten Henske (Steuerberater, Geschäftsführer der Henske Sohn & Cie. GmbH Steuerberatungsgesellschaft)

Verbraucherzentrale Berlin gewinnt Klage gegen Immobilienmakler

Das Landgericht Berlin hat einer Klage der Verbraucherzentrale Berlin stattgegeben und die Gebührenregelung für eine Immobilienreservierung des Unternehmens Ziegert gekippt.

Das Gericht sieht in dieser Gebührenvereinbarung eine unangemessene Benachteiligung von Verbrauchern. Hintergrund des Verfahrens ist die Beschwerde einer Verbraucherin, die sich für eine von Ziegert angebotene Immobilie interessierte. Sie unterzeichnete für eine vierwöchige Reservierung einen Reservierungsauftrag, der eine Gebühr in Höhe von 932,40 Euro vorsah. Daneben beinhaltete der Auftrag auch noch die Möglichkeit, innerhalb von 24 Monaten auf eine andere Immobilie umreservieren zu können.

Das Landgericht gab in seinem Urteil der Verbraucherzentrale Recht. Verbraucher würden durch die Gebühren unangemessen benachteiligt. Sie erhielten durch die Reservierungsvereinbarung keinen nennenswerten Vorteil, denn auch mit Reservierung sei nicht sichergestellt, dass sie das reservierte Objekt auch erwerben könnten. Der Immobilieneigentümer könne immer noch mit einem anderen Interessenten den Kaufvertrag abschließen. Auch die Möglichkeit, in einem Zeitraum von 24 Monaten eine Umreservierung zu verlangen, sah das Landgericht nicht als Vorteil an. Denn in der Regel interessierten sich Verbraucher jeweils für ein ganz bestimmtes Wohnobjekt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Fundstelle(n):

Verbraucherzentrale Berlin, Pressemitteilung vom 29.11.2016 zum Urteil 15 O 152/16 des LG Berlin vom 08.11.2016 (nrkr)

Kategorien: Finanzen, Immobilien